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13.01.2017 | Presseinformation

Dillenburger Familienunternehmer seit 25 Jahren

Dr. Thomas Zipp führt Weber Gruppe in der 3. Generation


Der promovierte Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur, Dr. Thomas Zipp, feiert sein 25-jähriges Dienstjubiläum beim Dillenburger Familienunternehmen Weber Kunststofftechnik + Formenbau. 


Nachdem ihn sein beruflicher Weg 1988 zunächst in die anwendungsnahe Forschung bei der Robert Bosch GmbH geführt hatte, stieg er Anfang 1992 als Assistent der Geschäftsführung in das Familienunternehmen Weber ein und wirkte an der Seite seines Vaters Artur Zipp, der das Unternehmen seit 1962 in der 2. Generation als Geschäftsführender Gesellschafter führte. 1993 wurde Dr. Thomas Zipp zum Gesellschafter und Mitinhaber, 1995 dann zum weiteren Geschäftsführer mit Verantwortung für das operative Geschäft berufen. Seit 2000 ist er Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) und seit 2002 Mehrheitsgesellschafter. Ende 2000 vollzogen der 70-jährige Senior Artur Zipp und sein Sohn Thomas den Generationswechsel in der aktiven Führung, der Senior zog sich weitgehend zurück. Dr. Thomas Zipp und Werner Stubenrauch, seit 1996 kaufmännischer Leiter, führten fortan das Unternehmen. 2014 gab Senior Artur Zipp die Geschäftsführung dann vollständig ab, und zwei Jahre später erfolgte ein weiterer Generationswechsel an der Führungsspitze: Werner Stubenrauch ging Ende 2015 in Vorruhestand und im Jahresverlauf 2016 wurden Jan Thomas Schmidt (Finanzen, Personal, IT, Einkauf) sowie Boris Zipser (Produktionswerke, Qualitätsmanagement) in die Geschäftsführung berufen.
In den 25 Jahren entwickelte sich der damalige Dillenburger Kunststoff-Spritzgießbetrieb mit 230 Mitarbeitern in eine international aufgestellte Unternehmensgruppe mit derzeit rund 1200 Mitarbeitern an den Standorten Dillenburg, Legnica (Polen, seit 2003) und Suzhou (China, seit 2012). Beliefert werden die Branchen Automobil, Gebäude- und Hausgerätetechnik, Heizung sowie Medizin.

Auch wenn der Jubilar Dr. Thomas Zipp eigentlich kein Aufsehen um sein Dienstjubiläum möchte, so trägt doch das Unternehmen heute im Wesentlichen seine Handschrift. Er war und ist Impulsgeber für viele Entwicklungen und Richtungsentscheidungen:
Seit den 90er Jahren beispielsweise baute er mit seinem Team das Automobilzuliefergeschäft kontinuierlich aus. Aus dem Geschäft mit Aschenbechern entwickelte sich ein Kinematik-Spezialist für Funktionsbaugruppen im Automobil-Interieur – heute eine der gefragtesten Adressen für die funktionale und haptische Gestaltung automobiler Innenräume, ob mit Getränkehaltern, Ablagefächern oder Frischluftdüsen. Mitte der 90er Jahre wagte man den Schritt auch unter die Motorhaube. Seitdem ist das Unternehmen außerdem führend bei Akustik-Design-Motorabdeckungen aus Kunststoff.

2001 initiierte Zipp für das Werk Dillenburg ein neues modernes Verwaltungsgebäude mit einem flexiblen mobilen Bürokonzept – eine Idee, die zunächst bei vielen Menschen Skepsis hervorrief: offene und geschlossen Zonen, neuartige Möbel auf Rollen, Kunst und besondere Materialien. Unter dem Gedanken des papierlosen Arbeitens, mit elektronischem Dokumentenmanagement, Notebook und Schnurlostelefon für alle, und folglich dem „man sucht sich täglich seinen Wunsch-Arbeitsplatz im Gebäude“, kreierte er das Weber Mobile Office. Gemeinsam mit Gebäude- und Innenarchitekten sowie einem internen Planungsteam kreierte man eine völlig neue funktional-ästhetische und künstlerische Welt, die bis heute in der Öffentlichkeit und bei Besuchern Anklang und Beachtung findet. Viele Nachahmer hat es seitdem gegeben, und Weber ist noch immer überzeugt von diesem Konzept, auch für künftige Bürogebäude.
Als nach der Jahrtausendwende das Dillenburger Produktionswerk zu eng wurde, entschied sich die Familie Zipp für den mutigen Schritt der Expansion nach Legnica (Polen). Seit 2003 erfolgte dort der rasante Aufbau eines Produktionswerks nach modernsten Gestaltungs- und Organisationsgesichtspunkten, mit der wertvollen Expertise der Dillenburger Kollegen. Zipp und Stubenrauch waren die wesentlichen Treiber. Das Werk Legnica schreibt mit aktuell 450 Mitarbeitern nachhaltig Erfolgsgeschichte, ist spezialisiert auf Automobil-Kinematikbaugruppen und hat eine eigene robotergestützte Kunststofflackierung.
Mit der Weltwirtschaftskrise 2008/2009 brach das bis dato jährliche Unternehmenswachstum erstmals ein. Die Krise, die auch Weber sehr stark beutelte und zu einigen betriebsbedingten Entlassungen führte, nahm Zipp als Initialzündung, den Standort weiter auf Effizienz zu trimmen und zusätzlich weiter zu diversifizieren. Zwar hatte man den Ur-Geschäftsbereich wezilit Dichtungsmassen seit der Unternehmensgründung 1949 bis dato erfolgreich betrieben, aber als umsatz- und beschäftigungsstarkes Standbein konnte dieser Sektor nicht herhalten. Zipp entschloss sich, in die Medizintechnik einzusteigen sowie den eigenen Formenbau für externe Kunden zu öffnen. Unter den Marken wezi-med und wezi-mould trieb er die Ausweitung dieser Geschäfte voran. Weil der Standort Dillenburg dem Unternehmer und der Inhaberfamilie am Herzen liegt, wurden beide Produktionsbereiche in Dillenburg angesiedelt. „Wir denken in Generationen. Was wir jetzt Neues gründen, muss in 5 bis 10 Jahren blühen und einen wesentlichen Ergebnis- und Stabilitätsbeitrag leisten“, so Dr. Thomas Zipp.
Parallel zeigte sich, dass Europa-Aufträge der Automobilhersteller nur noch an diejenigen Zulieferer vergeben wurden, die gleichzeitig auch ein chinesisches Produktionswerk für die Belieferung der in China gefertigten Schwester-Fahrzeugmodelle vorweisen konnte. Demzufolge erfolgte 2012 die Expansion nach Suzhou: Weber investierte in ein eigenes neues Werk und startete mit 30 Mitarbeitern die Produktion von Innenraum-Kinematikbaugruppen für Mercedes. Heute zählt das Werk über 100 Mitarbeiter und beliefert auch rein chinesische Automobilkunden.

Zu den Grundwerten der Eigentümerfamilie gehörte seit jeher das Vertrauen in die amtierende Geschäftsführung. „Wer am Ruder ist, der bekommt unsere volle Rückendeckung“, so die einhellige Meinung. Auch Dr. Thomas Zipp betont: „Als Familienunternehmer der 3. Generation ist es für mich wesentlich, die Weber Gruppe auf dem Werte-Fundament unserer Familie weiterzuentwickeln und ihren Wert nachhaltig zu steigern.“ Der Zukunft sieht er entschlossen entgegen: „Mit dem Generationenblick bereite ich unser Unternehmen, sein Management sowie unsere Familiennachfolger auf die großen künftigen Herausforderungen unserer Branche vor.“

Dr. Thomas Zipp, Geschäftsführender Gesellschafter der Weber Gruppe
Dr. Thomas Zipp, Geschäftsführender Gesellschafter der Weber Gruppe

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